Vernetzungstreffen bewegte Kindheit

Vernetzungstreffen "Kinder in Bewegung"

Am Mittwoch, den 24. Februar 2016 fand in der Aula der VS Altach das Vernetzungstreffen der Landesinitiative Vorarlberg >>bewegt in Kooperation mit der heilpädagogischen Gesellschaft statt.

Als Referentin konnte die Schweizer Ergotherapeutin Angela Nacke geladen werden. Sie referierte zum Thema „Kinder in Bewegung“. Zahlreiche AbsolventInnen der bewegten Kindheit sowie TherapeutInnen nutzten die Möglichkeit, um die aktuellen und interessanten Ausführungen von Frau Nacke zu hören.

Fehlentwicklungen

Nacke stellte aufschlussreiche Studien vor, die den Kindern von heute wegen ihres Bewegungsmangels eine geringere Lebenserwartung prophezeien als der jetzigen Großeltern-Generation. Sie präsentierte anhand von Kurzfilmen detailgenaue Beobachtungen von Kindern, die einerseits motorisch reife Entwicklungen zeigten aber auch auf erschreckende Fehlentwicklungen aufmerksam machten, die bei vielen Kindern zu beobachten sind. Von Schulkindern, die den Stift wie einen Hammer halten, die über Hindernisse kriechen, anstatt darüber zu gehen, die Bälle nicht mehr fangen können und sich arg verletzen, weil ihnen frühe Bewegungserfahrungen fehlen, war die Rede.

Bewegung zurückgeben

Der abwechslungsreiche und mit viel passendem Filmmaterial versehene Vortrag enthielt für die Anwesenden praktische Anregungen für den Alltag mit Kindern und motivierte selbst erfahrene Profis, wieder einmal auf altbewährte Übungen zurückzugreifen und Kindern vor allem in ihren Bewegungsexperimenten zu unterstützen. Wichtig sei es, sie frei machen zu lassen, anstatt ängstlich von dem abzuhalten oder mit Fernseher und Computer-Spielen abzulenken, was sowohl ihrer körperlichen Gesundheit, ihrer emotionalen und sozialen Balance und nicht zuletzt ihrer Zufriedenheit dient – nämlich die Bewegung.

Workshop

Am darauffolgenden Abend konnten die MitarbeiterInnen der zertifizierten Bewegungseinrichtungen das Gehörte im Zuge eines Workshops praxisorientiert umsetzen. Dabei haben die Motopädagoginnen Birgit Humpeler und Verena Schneider ein ansprechendes Programm vorbereitet.

Motopädagogik ist ein Konzept, das versucht, durch Bewegung die ganze Entwicklung des Kindes zu fördern. Wichtig ist dabei, dass das Kind vielseitige, positive Körpererfahrungen macht, dass es über Bewegung mit anderen in Kontakt kommt und vielfältige Materialien und Geräte kennenlernt und Zeit bekommt, damit zu experimentieren. Somit stand an diesem Abend das „Selber ausprobieren“ im Mittelpunkt.

Es wurden vor allem kooperative Spielideen mit dem Rollbrett und Alltagsmaterialien wie etwa Schwämme oder leere Waschmittelbehälter gemeinsam erlebt, entdeckt und bemerkt welche Erfahrungs- und Entwicklungsmöglichkeiten darin stecken.

 

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